Firmengeschichte wohnform K.H. Schmidt

 

Die Firma wohnform KH Schmidt im Hohen Haus zählt heute zu den renommiertesten Einrichtungshäusern in Deutschland. Das Geschäft inspiriert Besucher und Kunden durch die sehr persönliche Inszenierung modernen Designs in einem einmaligen historischen Ambiente. Ein engagiertes Team kompetenter Berater und Planer kümmert sich um die Wünsche von Privat- und Firmenkunden. Wohnform ist Mitglied im Verband der Creativen Innenenrichter (CI-Verband), in dem sich die führenden 50 Häuser aus Deutschland und der Schweiz zusammengeschlossen haben.

Das alles ist wohnform heute. Die Geschichte der Firma, die heute in 4. Generation von der Familie Schmidt geführt wird, reicht allerdings weit ins 19. Jahrhundert zurück.

1880 gründeten Carl und Maria Schmidt in Straßburg im Elsass ein Tapeten-, Tapezier- und Dekorateurgeschäft. Neben Dekorationen, die er selbst anfertigte, verkaufte Carl Schmidt bereits schon Thonet-Stühle.

Karl-Heinrich Schmidt übernahm den Betrieb im Jahre 1909 von seinem Vater und verlegte ihn nach Konstanz, dem Wohnort seiner ersten Frau. Die Firma „K.H. Schmidt“ stellte Matratzen, Vorhänge und Wandbespannungen sowie Polstermöbel nach eigenen und übernommenen Entwürfen her. Als 1933 die Nationalsozialisten die Bevölkerung aufforderten, ihre Häuser zu beflaggen, entwickelte sich ein zusätzliches Geschäftsfeld: Viele der Fahnen in Konstanz wurden von K.H. Schmidt gefertigt. 1942 zog die Firma in ein Geschäftsgebäude in der Wessenbergstr. 25 und besaß erstmalig einen Showroom mit Werkstatt außerhalb der Wohnung.

Klaus Robert Schmidt, der wie sein Vater und Großvater eine Raumausstatterlehre absolviert hatte, stieg 1954 in den elterlichen Betrieb ein und baute als erstes die Geschäftsräume in der Wessenbergstr. 25 um. Sein Vater – zunächst gegen den Umbau – war nach der Fertigstellung begeistert.

1960 zogen Klaus und seine Frau Rosmarie Schmidt mit der Firma in das sogenannte Stadlerhaus in der Zollernstraße 10 und vergrößerten damit den Betrieb von bisher 80 auf 900 Quadratmeter. Mit dem Umzug wurde der Firmenname geändert in „wohnform KH Schmidt“, und der Raumausstatterbetrieb wurde zum Einrichtungshaus, das sich auf zeitgenössisches (damals „nordisches“) Design spezialisierte. 1961 wurde wohnform Mitglied im renommierten WK-Verband.

1967 kaufte Klaus Schmidt das mittelalterliche „Hohe Haus“ in der Zollernstraße 29, das ein Jahr zuvor bis auf die Grundmauern abgebrannt war. 1968 wurde das Haus nach vollständigem Wiederaufbau eröffnet.

Zwischen 1980 und 2002 betrieb wohnform eine Tochterfirma im Nebengebäude Zollernstraße 27: Timmit, zunächst ein Franchisebetrieb des WK-Verbands, spezialisierte sich auf junges, unkompliziertes Wohnen, zum Teil mit Mitnahmemöbeln. Die Leitung der Timmit übernahm Hermann Zunker, der 1979 bei wohnform die Lehre absolviert hatte.

2004 gab es eine Reihe von Umstrukturierungen. Wohnform kündigte beim WK-Verband und wurde im Verband der Creativen Inneneinrichter (CI) aufgenommen. Jeannine Schmidt, die 2002 die alleinige Geschäftsführung von ihrem Vater übernommen hatte, entwickelte die Firma als CI-Haus noch klarer in Richtung Design und Moderne. Heute sind drei Familienmitglieder Schmidt für die Firma wohnform tätig: Mitinhaberin Christiane Schmidt-Neubig als Architektin und Planerin und Jeannine Schmidts Ehemann Claus, der im Verkauf tätig und für die Werbung verantwortlich ist.